Wortgeplänkel am Freitag

Tintenherz

 

image (2)ss

 

 

Advertisements

Sich von leeren Worten lösen

Mystik aktuell

Was die meisten Menschen sagen, ist mehr oder weniger bedeutungslos, da sie es aus irgendwelchen Büchern oder anderen Menschen übernommen haben. Um Zugang zum Eigentlichen zu gewinnen, muss man sich von leeren Worten lösen.

Um zur Wirklichkeit zu erwachen, darf man sich nicht mehr auf Bücher verlassen, denn der Dharma ist jenseits von Worten, Schriften und Predigten, und man kann ihn nicht in einer Fülle von Erklärungen finden.

Darum halten die, die auf dem Wege zur Erleuchtung sind, sich nicht mehr an bloße Worte, sondern an den Sinn, und indem sie zur Wirklichkeit erwacht sind, haben sie die Lehre hinter sich gelassen.

Hui Hai (720-814)

Ursprünglichen Post anzeigen

Hund

FullSizeRender (5)

Bei Denkern in der Geschichte der Philosophie spielt die Zuneigung zu Hunden eine besondere Rolle. Von Diogenes von Sinope (ca. 405-320 v.Chr.) erzählt man sich folgende Begebenheit:  Als Alexander der Große sich beim Philosophen mit den Worten „Ich bin Alexander, der große König“ vorstellte, erwiderte Diogenes: „Und ich bin Diogenes, der Hund“. Diogenes, der freiwillig das Leben der Armen lebte, wurde von den Athenern „Hund“ genannt. Es lag wohl daran, dass er  an den Hunden das Ideal der Bedürfnislosigkeit erkannt und sein Leben auf das Notwendigste beschränkte.

 

(Quelle: Der Philosophische Kalender 2016, Der Hund als Ideal)

Regen

FullSizeRender (4)

 

Zärtlicher Regentag ohne Liebe.

Nur kleine Gesten der Freundlichkeit.

Dachten wir lange so lange Zeit,

Daß es für uns immer so bliebe,

Wie es begann: Haut liebt Haut.

Wissen wirs besser nun. Unvertraut

Ist schon das Begehren schweigend gescheut.

Rinnsal des Tages im Regen. Bereut

Sein die Stunden, die lieblos vergingen

Und dass wir uns nur zu selten umfingen,

Als die Liebe noch jung war und wir warn noch jung …

Zärtlicher Regen Erinnerung …

 

 

Eva Strittmatter

Aufbau Verlag, Berlin, Sämtliche Gedichte

 

 

 

Weide

FullSizeRender (3)

William Butler Yeats

Drunten beim Weidengarten

Drunten beim Weidengarten bot mir mein Lieb den Gruß
Glitt durch den Weidengarten mit kleinem weißem Fuß.
Sie hieß mich leicht zu lieben, wie’s Blatt am Baum gedieh
Doch ich war jung und töricht und dachte nicht wie sie.

In einem Feld am Strome mit meinem Lieb ich stand,
Und auf die Schulter legte sie mir die weiße Hand.
Sie hieß mich leicht zu leben, wie’s Gras am Ufer quoll
Doch ich war jung und töricht – bin nun von Tränen voll.

 

 

 

IMG_4056

 

Ich gehe wieder auf Reisen

Mit meiner leisen

Gefährtin der Einsamkeit.

Wir bleiben zu zweien einsam

Und haben nichts weiter gemeinsam

Als diese Gemeinsamkeit.

Die Fremde ist Tröstung und Trauer

Und Täuschung wie alles. Von Dauer

Scheint Traum nur und Einsamkeit.

 

Mascha Kaléko

 

Weg

image444

Bewegung, Wegbereiter, Weggefährte, aus dem Weg gehen, Mittel und Wege finden, seinen/ ihren Weg machen, auf den Weg machen, wohin des Weges, halbwegs, eigene Wege gehen, keineswegs, geradewegs, verwegen, unterwegs, unwegsam, zu Wege bringen, Ausweg, im Wege stehen, ausweglos, seiner Wege ziehen, von wegen, in die Wege leiten, Umweg, neue Wege gehen, sich im Wege stehen.