Ein Wortgeplänkel

meint ein harmloses kleines Wortgefecht. Und auch wenn ich Gewalt in der Sprache nicht mag (obwohl schon Tucho formulierte „Sprache ist eine Waffe“), möchte ich ein kleines mit mir selber veranstalten.

Ich dachte an ein Wort am Tag und in zeitlich noch nicht definiertem Rahmen an Lyrik, gemacht aus diesen Worten der Woche.

 

Mein Wort heute:  Drei

 

 

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Januargedicht

Man muß weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Man muß den Atem anhalten,
bis der Wind nachläßt
und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt,
bis das Spiel von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster zeigt
und wir zuhause sind,
wo es auch sei,
und niedersitzen können und uns anlehnen,
als sei es an das Grab
unserer Mutter.
Hilde Domin